Amarita-Heim: Maßnahmen der Infektionskettenunterbrechung laufen weiter

  • 25.02.2021

Über den Grund der ungewöhnlich schnellen Ausbreitung von COVID-19 liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der Virusstamm wird aus den PCR-Abstrichen durch die zuständigen Behörden und Labore ermittelt. Da die meisten positiv getesteten Personen keine Symptome zeigen, ist eine Infektion klinisch nicht zu erkennen. „Wir hoffen, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner durch die erste Impfung bereits soweit geschützt sind, dass sie Infektion besser überstehen als ohne Impfung. Insgesamt haben nur wenige Bewohner deutliche COVID-typische Symptome. Zwei positiv getestete, über 90-jährige Bewohner*innen verstarben leider im Heim. Von den drei Personen, die vorsorglich ins Krankenhaus verlegt wurden, ist eine dort im Alter von 100 Jahren verstorben. Sie war positiv getestet, bereits vor der COVID-Infektion alterstypisch geschwächt und litt an ernsten Vorerkrankungen. Bei einer weiteren dieser Personen bestand zuerst der Verdacht, dass die Verschlechterung der Vitalzeichen COVID-bedingt sei. Das Krankenhaus führte dies jedoch nach unserem Kenntnisstand auf die Grunderkrankung zurück. Einer Bewohnerin wurde vom Notarzt eine Verlegung ins Krankenhaus empfohlen, die diese jedoch weiterhin ablehnt. Ihr Gesundheitszustand schwankt, teils stabilisiert sie sich zwischenzeitlich wieder.

Derzeit werden alle Bewohner alle 48 Stunden getestet. Stand heute sind 60 Bewohner im Schnelltest positiv und werden per PCR-Test nachkontrolliert. Drei dieser Bewohner wurden erfreulicherweise im PCR-Nachtest negativ getestet und bleiben jedoch vorsichtshalber auch in ihren Zimmern isoliert. Bei den negativ getesteten Personen kann die zweite Impfung erfreulicherweise vorgenommen werden. Die Impfquote der Erstimpfung liegt bei 88 Prozent der Bewohner. Ein*e Bewohner*in hatte bereits die zweite Impfung erhalten und ist bisher negativ getestet.

Derzeit finden sicherheitshalber keine Therapien durch externe Dienstleister statt. Besuche sind nur in Ausnahmefällen z.B. zur Sterbebegleitung durch Angehörige möglich – sofern dies in Absprache mit dem Krisenstab im Einzelfall vertretbar ist. Das Heimpersonal kümmert sich individuell und persönlich um die betroffenen Seniorinnen und Senioren.

Die Maßnahmen gemäß Pandemieplan der Einrichtung sehen die Isolation der Bewohner in ihren Zimmern vor. Diese wird so umgesetzt, wie es ohne freiheitsentziehende Maßnahmen möglich ist.

Die Mitarbeitenden werden vor jedem Dienstbeginn getestet und dürfen die Einrichtung nur bei negativem Schnelltest betreten. Bei positivem Schnelltest wird sofort ein PCR-Abstrich genommen und ans Labor geschickt. Der betroffene Mitarbeitende begibt sich sofort in häusliche Isolation. „Die Betreuung und Pflege unserer Bewohner stellen wir durch interne Maßnahmen sowie durch den punktuellen Einsatz von externen Kräften sicher“, so Einrichtungsleiter Michael Drube.

Zurück